Samstag, 18. Februar 2012

Ein Tag mit Gin


Gin ist heute quasi das erste Mal „über Nacht geblieben.“ Irgendwie lustig, denn normalerweise ist er nur abends da. Dann war er noch wach, hat kurz mit Dwarfy geplaudert und dann beschlossen bei mir zu bleiben.

War in jedem Fall ein sehr angenehmer Zeitgenosse. Er ist eh niemand, der viel redet, also war auch das wunderbar, aber er hat sich eigentlich nur selten eingeschaltet, dass er nie gestört hätte.

Ein paar Ausschnitte:

In Bus mein Mitbewohner, war mit uns einkaufen, sitzt mit Mitbewohnerin mir gegenüber, schlummert ein.
Gin:“ Der will bei der Armee gewesen sein? Was für ein Idiot.“
Ich: „Na das ist auch schon länger her.“
„Und? Ich könnte ihn jetzt wunderbar erschießen. Er reagiert ja nicht mal auf die, die vorbei gehen.“
„Tue ich auch nicht, wenn ich schlafe.“
„…. Du schläfst nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln. Und wenn achtetst du auf deinen Rücken. Er nicht. Er verdeckt zwar seine Kehle, aber nicht seinen Nacken. Wenn ich hinter ihm stände, hätte ich keine Probleme ihn zu töten. Und wer sollte mich aufhalten? Die Frau würde kreischen, die Oma zusammenschrecken, der Fahrer vermutlich einen Schreck bekommen und anhalten und ich wäre an der nächsten Station raus.“
„Normalerweise tötet man ja auch nicht im Bus. Außerdem ist er vielleicht einfach müde.“
„Warum verteidigst du ihn so vehement?“
„…. Weil ich ihn vielleicht mag.“
„Ernsthaft?“
„Ja, Gin. Er ist in Ordnung.“
„Schon in Ordnung wäre besser.“
„….“
„Ist es nicht eher so, dass du ihn auf keinen Fall nicht mögen magst? Weil ihr zusammenleben müsst? Eigentlich geht er dir auf den Senkel.“
„Er ist ein angenehmer Gesprächspartner.“
„Selten.“
„Ja….“
„Meistens ist er erträglich, aber mehr nicht.“
„Gin…“
„Ich kann eben auch gut analysieren.“
„Daran habe ich nie gezweifelt.
„Ich weiß. Lenk’ nicht ab.“
„Tue ich nicht.“
„Du versuchst es. Magst du ihn jetzt oder nicht?“
„Gin… Ich bin ein mitfühlendes Wesen. Ich finde es nicht richtig, in auch nur in Gedanken, abzuknallen.“
„Bin ich besser als er oder nicht?“
„Natürlich bist du besser als er.“
„…….“
„Gin?“
„Ich bin einfach überrascht, dass du es so schnell und ernsthaft sagst.“
„Ist eben so.“
„…Freut mich.“
„Ich weiß.“
„Und ich weiß, dass du nicht allzu traurig sein wirst, wenn er abreist.“
„….Stimmt wohl.“


„Dein Essenseinkauf ist irgendwie lustig.“
„Nun, ist ja auch nicht so, dass ich zuhause wäre, Gin. Da esse ich schon anders. Aber ich versuche es angemessen zu halten.“
„Ich weiß. Und ich finde man sieht es.“
„Hu?“
„Auch wenn du gerade viele Fertigprodukte gekauft hast, sie sind um einiges gesünder als die deiner Mitbewohner. Und du hast auch Obst dabei.“
„Naja, ich kann nicht so eintönig essen. Außerdem versuche ich schon, mich gesund zu ernähren. Ich merke den Unterschied. Da bezahle ich lieber mehr.“
„Ich würde sagen, ­dein Körper wird es dir danken.“
„Schön, dass du auf meiner Seite bist.“
„Hey, wenn ich könnte, würde ich auf jeden Fall tragen helfen.“
„Ich weiß. Danke.“
„Hn.“
„Was denn?“
„Irgendwie freut es mich, dass du Reis und Teriyaki gekauft hast.“
„… Jack hat recht. Manchmal bist du echt niedlich.“
„Manchmal.“
„Manchmal.“


„Weißt du, irgendwie freut es mich, wenn du in sechs Monaten dir vermutlich was eigenes suchst. Oder zumindest ein eigenes Zimmer hast.“
„Mich auch.“
„Mir gehen die auf den Senkel. Und ich weiß, dir auch.“
„Gin…“
„Ja, vielleicht sind die beiden auch einfach nicht die richtigen Mitbewohner. Und hey, ich finde nicht, dass du dich mies dafür fühlen solltest, wenn du dir wünscht, was alleine zu haben.“
„… Ich kann ja in den Schrank zu ziehen.“
„Und dann holen wir dir noch ein paar Spinnen, verpassen dir eine Narbe und dann passt das.“
„Wir haben keine Treppe.“
„Ach verdammt. Vielleicht solltest du in den Flur ziehen.“

„Gin?“
„Warum stehst du eigentlich so häufig hinter mir? Zumindest wenn wir draußen sind. Oder irgendwo im öffentlichen Leben, nicht privat.“
„Ich decke eben deinen Rücken. Das kann ich nicht, wenn ich neben dir sitze oder stehe.“

:)

Ja, war irgendwie schön ;).
„Finde ich auch.“

Donnerstag, 16. Februar 2012

Kurzgespräch

Gin, tauchst du heute Abend noch mal auf?
"Hm... eigentlich hatte ich das vor."
Aber....?
"Na, du warst ja beschäftigt."
Nicht umbedingt freiwillig.
"Stimmt. Du bist manchmal zu höflich."
Ich bin einfach sozial.
"Und kuschelig."
Darüber musste ich lachen.
"Ist doch so."
Ja, danke.
"Und bequem."
Ich weiß. Kommst du denn jetzt vorbei?
"Lohnt sich das überhaupt?"
Naja, ich muss morgen relativ früh raus.
"Ich weiß."
Ich bin ... mindestens angetrunken.
"Ich auch. Was hast du denn getrunken?"
Rotwein und Tequila.
"Hn. Ich Sake. Ist Jack oder Dwarfy da?"
Beide :)
"Okay."

Erreichbarkeit

Um es kurz zu machen: Gin ist ein Workaholic. So gut wie immer ansprechbar (was nicht heißt, dass er dann auch nett und hilfsbereit ist) und schafft Probleme jeglicher Art aus dem Weg.

Seit er vor etwa einer Woche einen nicht schönen Zusammenstoß mit der Konkurrenz hatte, hat er eigentlich frei. Eigentlich.
Denn irgendwie Bedarf immer irgendjemand seiner Unterstützung und so langsam habe ich einen guten Eindruck bekommen, warum er "unfähige Leute" so verabscheut.
Und um ehrlich zu sein, würde ich mir eher den A***** aufreißen, als bei ihm anzurufen und um Klärung zu bitten. Vorallem, wenn er eigentlich frei hat und dann so mies gelaunt ist.

Jedenfalls hat er sich gestern ein wenig darüber aufgeregt, dass er frei haben will. Auch Gins Nerven werden allmählich dünn- könnte der Grund dafür sein, dass man ihn nicht mehr anruft.


"Warum schaltest du dein Handy nicht aus, und ziehst das Telefonkabel im Haus ab? Dann hättest du doch Ruhe."
Gin schweigt eine Weile, antwortet dann: "Ich bin eher dafür, dass es einen bedauerlichen Unfall mit den unterirdischen Kabeln gibt und ich mein Telefon im Pazifik versenke.... Ich stelle gerade fest, ich habe schon ziemlich lange keine Bombe mehr gebaut. Könnte ich mal wieder machen."

Im Interesse seiner Kollegen und Untergebenen (und auch noch ein paar mehr Menschen) hoffe ich, dass sie ihn heute in Ruhe lassen.

Dienstag, 14. Februar 2012

Zwischenkommentare

Seid geraumer Zeit... schätzungsweise seit September versuche ich mich an einem Oneshot über Gin, inspiriert durch ein ganz tolles Lied, was wunderbar passt.

Eigentlich, eigentlich ist ihm das auch dermaßen egal, dass man es sich nicht vorstellen kann.
Bis ich dann im Dezember eine sehr lange Zugfahrt gemacht habe und er mich begleitet hat, und dann mit mir über diesen Text (Er existiert tatsächlich unvollendet schon) diskutiert hat und auch über den Plot allgemein.

Zuerst fand er das Lied toll. Das hat mich natürlich gefreut und dann haben wir darüber sinniert, inwiefern es auf seine Organisation anwendbar ist oder nicht und auf die Welt allgemein, die derzeitige politische und wirtschaftliche Situation und noch einiges mehr.
Das empfand ich (und nicht nur ich), als sehr angenehm, aber dann haben wir uns ein wenig gestritten... Darüber wie viel davon in das Kapitel darf. Ich musste stark kürzen, weil das nun mal nicht, dass Thema war - davon wollte Gin nicht so recht was wissen.

Darausfolgenden war ich ein wenig stur und habe mich dagegen gestellt, dass er im Auto raucht. Er war davon wenig begeistert, macht er es doch ständig in der Originalvorlage und nicht nur er... Und auch jetzt schaltet er sich wieder ein. Geht ihm wohl ums Prinzip. (Oder er diskutiert gern)
Wir stellen also fest: Gin liebt seinen Oldtimer über alles, da darf nichts und niemand ran- aber gequalmt werden darf im Inneren.
"Und was hast du jetzt dagegen, dass ich im Auto rauche?"
Ach, Gin...

Dann habe ich mit dem Gedanken gespielt, seinen Erzfeind auftauchen zu lassen. Den wollte Gin dann endlich erledigen dürfen, was ich aber nicht wollte, nicht Sinn der Handlung gewesen wäre, nicht zum Lied passt und ich Akai Shuichi, einen FBI-Agenten, eigentlich ganz gern mag.
Gin machte dann folgenden Vorschlag: "Komm schon, ich muss ihn ja nicht töten. Ein wenig foltern reicht auch."
Wurde zu seiner Begeisterung abgelehnt. Dafür hat er eine andere Leiche bekommen. Gerechte Teilung würde ich (fast) sagen.
Bis ich dann bei einer ganz anderen Sache noch mal gefragt wurde: "Wirklich nicht? Ich muss ihn auch nicht foltern, reicht ja wenn ich ihn zur Verzweiflung bringe."

Kurz vor Ende sind wir dann noch auf das Thema aussteigen gekommen, und damit überlasse ich Gin mehr oder weniger das Schlusswort:
"Wenn ich irgendwann nicht mehr den Job machen kann, dann höre ich eben auf und fertig. Ist eh keiner gut genug um mich umzulegen, also habe ich nichts zu befürchten."

(Ja...)

Fakten

Gin ist ...
- Auftragskiller für die BO, der "Black Organisation", einem Syndicat.
- dort ein ranghohes Mitglied und erledigt nicht nur die Aufräumarbeit. Er kennt den Boss, was nur wenigen je möglich ist.
- sehr loyal seiner Organisation gegenüber.
- eiskalt, scharfsinnig und zielstrebig.
- sowohl im Nahkampf als auch mit Waffen sehr gut.
- schon über zehn Jahre Mitglied in der Organisation.
- 1,90 m groß und wiegt über 90 Kilo.
- nach eigenen Angaben ein Psychopath.

Gin hat wenig Tötungshemmungen und ... eigene Moralvorstellungen. Er schlägt keine Frauen, er erschießt sie nur.
Seine Lieblingswaffe ist eine Beretta M9.
Sein Auto ist ein Porsche 356 A.
Er koordiniert in Japan (meist) alle wichtigen Aktionen, ist ein wichtiger Ansprechpartner.
Er wird zu Recht selbst in der Organisation gefürchtet und hasst Verräter ebenso wie "unfähige" Menschen.
Er ist Linkshänder und hat mehrere Narben.
Er ist Kettenraucher.
Er hat grüne Augen und grauliche Haare.

Weiteres folgt später.

Wie alles begann

Normalerweise tauchen bei Schreibern nur eigene Charaktere auf. Zumindest soweit ich das gehört habe. Ist allerdings auch keine Sache, die man in die Welt herausposaunt.
Ich zumindest nicht.

Allerdings ist mein Besuch auch relativ frisch. Im November hat sich Gin bei mir vorgestellt. Und mir nicht nur dadurch, dass er der erste Charakter ist, der mich besucht, einen gehörigen Schrecken eingejagt.

Denn wenn jemand hinter mir steht, mich am Hals berührt und trügerisch sanft sagt: "Du erinnerst dich, dass du einen Oneshot über mich schreiben wolltest?", bekomme ich ein wenig Panik. Auch nicht zu Unrecht.

Es ist ziemlich tödlich, außer Acht zu lassen, was Gin ist, so höflich und nett er auch manchmal ist.

Ein Anfang

Gin fragt mich bereits, warum ich das hier erstellt habe. Warum ich nun hier extra blogge.
Ihr euch sicher auch.

Tja, warum? Weil gewisse Leute Gin außerordentlich interessant finden, (was sein Ego auch garnicht pusht) unsere Gespräche sehr amüsant und allgemein an allem interessiert bin.
Zumal ich beim Schreiben über Gin nicht recht in die Puschen komme.

Deshalb dieser Blog.